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Am 28.10.01 um 11:15 wurde unser Sohn Noah geboren.

Es ging alles sehr schnell und ohne Probleme..
Drei Tage nach der Geburt von Noah sollten wir aus dem Krankenhaus entlassen
werden. Bevor wir gingen, wurde noch die U2-Untersuchung gemacht. Der Kinderarzt
untersuchte unseren kleinen Mann und stellte dabei ein Herznebengeräusch fest.
Damit fing alles an.
Wir bekamen sofort eine Überweisung in die Städtischen Kliniken nach Kassel,
wo eine Kinderkardiologin Noah`s Herz genauer untersuchen sollte.
Das Ergebnis hat uns umgehauen.
Noah leidet an der Fallot`schen Tetralogie, das ist ein schwerer Herzfehler,
genauer gesagt es sind gleich vier Fehler am Herzen.
Zunächst war da ein Loch in der Herzscheidewand, ein recht großes Loch.
Dann war da noch eine Verengung an der linken Pulmonalklappe, vom Herzen aus
muss das Blut durch diese Klappe, um in die Lunge zu gelangen um dort Sauerstoff
aufzunehmen. Diese Funktion war durch die Verengung nicht vorhanden.
Die rechte Aorta, die das Blut vom Herzen in den Körper zurückführt war falsch
angewachsen, nicht wie normal am rechten oberen Rand des Herzens, sondern über
der Herzscheidewand. Durch diesen Defekt floss das Blut, wenn es rausgepumpt
wurde, teilweise in die rechte Herzkammer zurück.
Der vierte Fehler war ein Loch im Vorhof.
Nach einer ausgiebigen Untersuchung war klar: Noah muss operiert werden.
Wir sollten uns darauf einstellen, dass die OP im ersten Lebensjahr durchgeführt
werden sollte.
Am 11.05.02 bekamen wir einen Termin zum Herzkatheter in der Uni-Klinik
Göttingen. Dort wollte man sich ein genaues Bild über den Zustand des Herzens
und natürlich auch von Noah machen.

Während des Katheters bekam Noah dann einen hypoxämischen Anfall. ( sehr wenig
Sauerstoff im Blut)
Diese Anfälle wiederholten sich auf der Station, so dass man sehr kurzfristig
einen Termin für die OP festlegen musste.
Das war der schlimmste Tag für meine Lebensgefährtin Christina und für mich
und natürlich für alle Angehörigen.
Nach neun langen Stunden wurde unser Männchen aus dem OP-Saal gefahren.
Wir hatten Angst vor dem was uns da erwartet.
Als wir Noah sahen, lag er in einem kleinen Brutkasten, überall waren Schläuche
und Kabel. Durch die Medikamente war Noah aufgebläht und kalkweiß. Der Anblick
war sehr unangenehm.

Nach fünf Tagen Schlaf wurde Noah langsam aufgeweckt. Das war schlimm, wir
waren so hilflos, konnten nichts für ihn tun.
Heute, nach fünf Monaten, geht es unserem Männchen gut.
Jetzt sind noch die Pulmonalklappen undicht, daran kann man auch jetzt
nichts ändern. Wenn Noah 20 – 30 Jahre alt ist, bekommt er eventuell neue
Klappen, aber bis dahin hat er ja noch viel Zeit - zum Glück.
Wir, Noah, Leonie, Christina und Thomas sagen vielen, vielen, vielen Dank an alle !
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