Homberg. Am Samstag, den 26. November fand in der Homberger Eisdiele Venezia
das Benefizkonzert "Gefühlsecht - 60 Minuten Gänsehaut mit Reiner Irrsinn - drei Barhocker,
drei Lebenskünstler und Kerzenlicht" für Noah statt. Der Reinerlös dieser Veranstaltung in
Höhe von 685 Euro ist für den vierjährigen Noah bestimmt.
Noah leidet seit seiner Geburt im Oktober 2001 an der Fallot'schen Tetralogie, einem
vierfachen Herzfehler. Zwei Jahre später diagnostizierten die Ärzte zusätzlich noch das
sogenannte Di-George-Syndrom. Neben dem Herzfehler gehören eine Gaumenanomalie, psychomotorische
Störungen sowie ein sprachlicher Entwicklungsrückstand zu dem dadurch hervorgerufenen Krankheitsbild.
Außerdem leidet Noah an einer starken Muskelschwäche, seine Feinmotorik ist gestört und sein
Immunsystem geschwächt.
Mit den gesammelten Spenden will Noahs Papa, Thomas Jungmann, seinem Sohn im nächsten Jahr eine
Delphintherapie im Curacao Dolphin Therapy-Center ermöglichen. Die Eltern hoffen, dass sie es bis
dahin schaffen, die 10.000 Euro aufzubringen.
Reiner Irrsinn, alias Dirk Schaller, der Singende "Frisör aus Homberg", mit seinem Team hatte
die Idee für dieses Benefizkonzert. Eigentlich bekannt für schrille, durchgeknallte Musik, wollte
er an diesem Abend mal etwas ganz anderes darbieten. Etwas was es noch nie gab. So probte und
studierte das Trio eine Bühnenshow der leisen Töne. Musik zum kuscheln und verlieben. Eine
passender Ort war schnell gefunden. Angelo Bressan, Inhaber der Eisdiele Venezia, stellte seine
Räumlichkeiten zur Verfügung. "Ich bin mir etwas unsicher. So eine Veranstaltung habe ich in meiner
Eisdiele noch nicht mitgemacht. Hoffentlich klappt alles", erzählte er, während sich immer mehr
Gäste in der Eisdiele einfanden.
Seine Sorgen sollten vollkommen unbegründet sein. Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen
Konzertbeginn war die Show so gut wie ausverkauft.
Um 21.00 Uhr war es dann endlich soweit. Dirk Schaller, Julia Rohde und Thomas Jungmann betraten
die Bühne und boten dem begeistert mitgehenden Publikum einen musikalischen Ohrenschmaus der ganz
besonderen Art. Für Ton und Technik zeichnete Alexander Schönewolf, alias DJ Käpt'n Blaubär
verantwortlich.
Das breit gefächertes Repertoire reichte von ‚Kleine Taschenlampe brenn', über Herbert
Grönemeiers ‚Der Weg', bis hin zu Peter Maffays ‚So bist du'. Es wurde geschunkelt, mitgesungen
und bei Juliane Werdings ‚Am Tag als Conny Kramer starb', stellte sich wieder mal heraus, dass
die Damen den Ton besser treffen als die Männer.
So wurden aus den ursprünglich geplanten 60 Minuten Gänsehaut mal locker 120. 'Thank you for the music'
bildete den Abschluss des Konzertes und mit einem lang anhaltenden Applaus bedankte sich das Publikum bei
den Künstlern.
Dieses Benefizkonzert hat Noah wieder ein Stück näher zu den Delphinen gebracht. Spenden werden
dringend benötigt und wer etwas spenden möchte, kann unter www.reiner-irrsinn.de und www.noah-herz.de
Kontakt aufnehmen. Noahs Papa ist unter 0162 - 1383148 telefonisch zu erreichen und bei der Volksbank
Schwalm-Eder ist ein Spendenkonto für Noah eingerichtet. (BLZ 520 626 01, Konto-Nr. 7762461)
Auch zukünftig wird es jedes Jahr im Herbst/Winter ein Konzert von Reiner Irrsinn alias Dirk Schaller
für einen guten Zweck geben. (wa)

Thomas Jungmann, Dirk Schaller und Julia Rohde (v.li.) sangen Noah wieder ein Stück näher zu den Delphinen.
Quelle: Artikel vom 30.11.2005 aus dem Homberger Anzeiger geschrieben von Rolf Walter.
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