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S P E N D E N A K T I O N - Chattengau Kurier
Am 16.Juni 2005 veröffentlichte der Chattengau Kurier
einen Artikel über Noah und die Spendenaktion:
Hilfe für Noah
Delphintherapie als Hilfestellung
Immer wieder ist die Geburt eines Kindes eine große Freude. Viel zu selbstverständlich nimmt man es hin, dass die Kleinen sich prächtig und sehr schnell entwickeln, gerade in den ersten Lebensjahren unwahrscheinlich viel lernen und sich vom unselbständigen Baby in lebhafte, neugierige kleine Menschen verwandeln. Erst wenn man damit konfrontiert wird, dass es auch anders sein kann, dass ein Kind mit einer Krankheit, einem genetischen Defekt auf die Welt kommt, wird einem bewusst, wie dankbar man für die Gesundheit der anderen Kinder sein muss.
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Noah Jungmann ist eines der Sorgenkinder. Er kam 2001 mit einem vierfachen Herzfehler zur Welt, musste schon sehr bald am Herzen operiert werden und erlitt während der Operation vermutlich einen Hirnschlag. Im Herbst 2003 wurde zusätzlich die Diagnose Di-George-Syndrom bestätigt. Dieser genetische Defekt behindert die Entwicklung von Noah in allen Bereichen. Er leidet an einer starken Muskelschwäche, seine Feinmotorik ist gestört und sein Immunsystem geschwächt, so dass er häufig ernsthaft krank wird. Zudem hat er eine ausgeprägte Spastik.
"Wir haben uns mit anderen Eltern getroffen, die das gleiche Problem haben" berichtet Mutter Christina Lang. "Gute Aussichten auf Erfolg verspricht die Delphintherapie" weiß Vater Thomas Jungmann zu erzählen.
Bei dieser rund 20.000 Euro teuren Therapie werden behinderte Kinder therapeutisch betreut und durch den Umgang mit Delphinen in großen Bewegungsbecken stimuliert. Der Erfolg dieser Therapie ist wissenschaftlich nicht belegt und wird darum von den Krankenkassen nicht anerkannt. Gleichwohl sprechen die Berichte von Teilnehmern eine andere Sprache. Stagnation in der Entwicklung erhält einen Schub in die positive Richtung. Selbstverständlich darf man keine Wunder erwarten, aber für die Eltern von Noah sind schon kleine Schritte ein Meilenstein.
Thomas Jungmann spielt in einer Band, mit der zusammen er zugunsten von Noah Konzerte geben will. Auch andere Ideen sind im Freundeskreis von Christina Lang und Thomas Jungmann inzwischen geboren um die Delphintherapie verwirklichen zu können. Aufgrund des Presseartikels in der HNA haben sich bereits einige Firmen bereit erklärt, einen größeren Betrag zu spenden. Bei der Volksbank Schwalm Eder ist bereits ein Spendenkonten (BLZ 520 526 01, Konto-Nr. 7762461) für Noah eingerichtet. Auch Sie können mit einer kleinen Spende die Delphintherapie für Noah verwirklichen. Weitere Informationen über Noah und die Spendenaktion finden Sie unter www.noah-herz.de im Internet oder telefonisch unter 0162-1383148 bei Papa Thomas Jungmann.
Hintergrund
Das Di-George-Syndrom ist ein häufiger genetischer Defekt auf dem Band 11 des Armes des Chromosoms 22. Zum dadurch hervorgerufenen Krankheitsbild gehören Herzfehler, Gaumenanomalie, psychomotorische Störungen und ein sprachlicher Entwicklungsrückstand. Neben dem Down-Syndrom ist das Di-George-Syndrom die häufigste genetische Ursache für angeborene Herzfehler - statistisch ist eines von 4000 Neugeborenen betroffen. Das Krankheitsbild wurde zum ersten Mal 1965 durch den amerikanischen Kinderarzt Angelo DiGeorge beschrieben. Der Defekt wird auch Catch 22 genannt - in Anlehnung an den irrwitzigen Anti-Kriegsroman von Joseph Heller. Viele Betroffene lehnen diese saloppe Bezeichnung jedoch ab.
Quelle: Artikel vom 16.06.2005 aus dem Chattengau Kurier
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